Skateboards & eine urbane Trauung

Skateboards & eine urbane Trauung

 

Als mich Jenno&Marcel für ihre Hochzeit 2018 fanden, kamen sie ziemlich kurzfristig auf die Idee, mich auch bei ihrer standesamtlichen Hochzeit in Frankfurt a. M. dabeizuhaben. Sozusagen auch als einziger Gast, denn die beiden beschlossen, diesen Schritt so intim wie möglich zu halten und alleine vor den Traualtar zu gehen. Ich muss sagen: Diese beiden sind wieder ein Paar, das wie die Faust aufs Auge zu mir passt. Ihren Anspruch an ihren Tag, wie er ablaufen und dass dies alles zu einem wunderbaren, weil stressfreien Tag werden sollte, begeisterte mich fast noch mehr wie die Liebe zum Detail und wie unfassbar cool die beiden einfach von sich aus schon als Paar waren. Im ersten Treffen in der Aschaffenburger Urkneipe Bambel war schnell klar, dass ich sowas von dabei sein wollte und freute mich, als ich die beiden dann endlich an ihrem Hochzeitstag im Hotel Steigenberger  aufsuchte. Wie ihr wisst, liebe ich das GettingReady und fand mich inmitten eines 5* Zimmers, das von Vans, Trasherkappen und Skateboards übersät war, wieder.

Völlig happy fuhren die Zwei auf vier Rädern ins Frankfurt Standesamt, sagten „JA!“ und genossen das unerwartet gute Wetter inmitten von Touris, Tauben und Teer, der darauf wartete, befahren zu werden. Viel Zeit zum Verweilen hatten wir jedoch nicht, da es direkt in die Flitterwochen gehen sollte. Im S-Bahnlabyrinth schossen wir noch das ein oder andere Bild, bis unsere Bahn stockte und stehenblieb. Ehrlich gesagt schluckten wir erst einmal und überlegten, was wir tun sollten, da der Flug bald ginge und es eigentlich keinen Zeitpuffer gab. Wir stiegen aus, um eins ein Taxi zu krallen, als die Bahn hinter uns weiterfuhr – ohne uns. Und ohne Taxi. Uns blieb nichts anderes übrig, als bedröppelt und ungeduldig auf die nächste Bahn zu warten und zu hoffen, dass unsere Uhren falsch gingen, die sagte, dass wir eigentlich keine Chance mehr hatten. Trotzdem rannten eine schwangere Braut mit 2 Skateboards unterm Arm, ein dank Meniskus-OP humpelnder Bräutigam und eine japsende Fotografin etwas kopflos quer über den Flughafen. Der Countdown zählte 20 Sekunden und Jenno warf mir ihren Brautstrauß noch entgegen, als sich die Türen schlossen und ich den beiden gedanklich wünschte, den Flug noch zu bekommen.

Leider war dem nicht so. Die Reise nach Toulouse fiel flach. Nichtsdestotrotz saßen sie wohl lachend am Flughafen und schmiedeten Pläne für eine alternative Tour nach Amsterdam.

Ihr Lieben, selten habe ich eine so kurze, anstrengende und kurzweilige, herzliche und perfekte Trauung begleitet. Zwei Menschen, von denen ich nur allzu deutlich sehen durfte, wie verbunden sie einander sind und wie tief das Band ist, das sie verbindet. Soviel Respekt und Augenhöhe festhalten zu dürfen, macht mich überglücklich. Und ich hoffe, auch ihr seid glücklich.

Zu sehen auch auf FriedaTheres

Viel Spaß beim Anschauen <3

Michaela

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